Also, mal ehrlich: Haben Sie sich schon mal gefragt, ob Ihr https://wissenthemen.de/allergien-bei-kindern-wann-ist-ein-allergietest-sinnvoll Kind wirklich nur eine Allergie haben kann, oder ob es vielleicht gleich auf mehrere Dinge gleichzeitig reagiert? Die Frage “Kann man auf mehrere Dinge gleichzeitig allergisch sein?” stellen sich viele Eltern, besonders wenn Symptome immer wiederkehren oder sich verändern. Und schon mal darüber nachgedacht, dass ein kleiner Schnupfen eventuell doch etwas anderes sein könnte als nur eine normale Erkältung?

Multiple Allergien – was steckt dahinter?
Im Fachjargon spricht man bei einer Allergie gegen verschiedene Allergene oft von Polysensibilisierung. Das bedeutet, dass nicht nur ein Auslöser, wie zum Beispiel Pollen, sondern auch andere Substanzen, etwa bestimmte Nahrungsmittel, eine allergische Reaktion hervorrufen können. So kann ein Kind gleichzeitig an einer Allergie auf Pollen und Nahrungsmittel leiden.
Und was bedeutet das jetzt für Sie? Ganz einfach: Die Behandlung und das Verständnis für die Allergien Ihres Kindes müssen individuell sein und mehrere Auslöser berücksichtigen – nur so lassen sich die Symptome wirklich gut lindern.

Unterscheidung von Allergiesymptomen und normalen Kinderkrankheiten
Ein häufiger Fehler, den ich in der Praxis sehe: Viele Eltern verwechseln Allergiesymptome mit typischen Erkältungssymptomen. Gerade in der kalten Jahreszeit schniefen viele Kinder – doch woher weiß ich nun, ob es „nur“ eine Erkältung ist oder doch eine allergische Reaktion?
- Erkältung – dauert meist 7-10 Tage, begleitet von Fieber, Husten, Halsschmerzen und gelb-grünem Nasensekret. Allergie – oft länger anhaltend, begleitet von klarem Nasensekret, Juckreiz an Nase und Augen, Niesanfällen und trockenen Reizhusten ohne Fieber.
Und hier kommt ein ganz pragmatischer Tipp aus der Praxis: Führen Sie bei Verdacht auf Allergien ein Symptomtagebuch. Dort notieren Sie Art, Dauer und Auslöser der Beschwerden. Das schafft Klarheit für Sie und den Kinderarzt. Empfehlenswert ist zum Beispiel auch ein Check bei allergiecheck.de, wo Sie online erste Einschätzungen bekommen können.
Typische Anzeichen für Atemwegsallergien bei Kindern
Atemwegsallergien, etwa auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, zeigen sich häufig so:
Niesanfälle und verstopfte oder laufende Nase – besonders saisonal, zum Beispiel im Frühling bei Pollenflug Juckende, gerötete oder tränende Augen – die ganz typische „Allergie-Augen“-Symptomatik Trockener Reizhusten oder pfeifende Atemgeräusche – in manchen Fällen auch zunächst unspezifisch und wie eine Erkältung Asthma-ähnliche Beschwerden – wichtig hier frühzeitig die Ursache zu erkennen, damit das Kind gut behandelt wirdIch erinnere mich an einen Fall aus meiner Praxis: Ein Junge, 7 Jahre alt, hatte monatelang immer wieder Husten und „Schnupfen“, vor allem im Frühjahr. Die Eltern dachten zunächst an Erkältungen. Im Symptomtagebuch stellte sich dann heraus: Die Beschwerden traten immer nur bei gutem Wetter und draußen auf. Jetzt, mit Diagnose und Therapie, kann er wieder unbeschwert draußen spielen. Und jetzt atmen Sie erst mal tief durch.
Hautsymptome, die auf eine Allergie hindeuten könnten
Allergien müssen nicht immer nur die Atemwege betreffen. Auch die Haut kann verräterische Zeichen zeigen. Häufige Symptome sind:
- Rötungen und Ausschläge, zum Beispiel Ekzeme (Neurodermitis), insbesondere an Gesicht, Hals, Ellenbogenbeugen oder Kniekehlen Juckreiz – oft kaum zu stillen und manchmal schlimmer abends oder nachts Quaddeln und Nesselsucht, manchmal auch plötzlich auftretend
Hautreaktionen können sowohl durch Nahrungsmittelallergien als auch durch Kontaktallergene ausgelöst werden. Je nachdem sollten entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Magen-Darm-Beschwerden als Allergieanzeichen erkennen
Schon mal darüber nachgedacht, dass Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit nicht nur harmlose Kinderkrankheiten sein können, sondern auch auf eine Allergie hindeuten? Vor allem bei Allergien auf Nahrungsmittel können Magen-Darm-Symptome auftreten:
- Blähungen und Bauchschmerzen kurz nach dem Essen Erbrechen oder gelegentlicher Durchfall Appetitlosigkeit oder ungewöhnliches Essverhalten
Besonders schwierig wird die Diagnose, weil diese Beschwerden auch sehr häufig bei Infektionen auftreten. Daher ist es umso wichtiger, diese Symptome gemeinsam mit einem Allergologen abzuklären und auch das Symptomtagebuch konsequent zu führen.
Praxis-Tipp: Wie Sie am besten vorgehen
Führen Sie ein Symptomtagebuch: Notieren Sie alle Symptome, wann sie auftreten und was vorher gegessen oder gemacht wurde. Nutzen Sie Tools wie allergiecheck.de für erste Einschätzungen vor dem Arztbesuch. Suchen Sie den Kinderarzt oder Allergologen auf, um eine genaue Diagnose zu bekommen – vor allem bei Symptomen, die länger anhalten oder wiederkehren. Verwechseln Sie Allergiesymptome nicht mit Erkältungen – Dauer, Art der Beschwerden und Begleitsymptome sind entscheidend. Behandeln Sie jedes Symptom ernst und beachten Sie, dass eine Allergie mehr als einen Auslöser haben kann (Polysensibilisierung).Was hilft bei Multiple Allergien und wie unterstützt man Kinder?
Das Leben mit mehreren Allergien kann herausfordernd sein, ist aber gut machbar. Wichtig ist, die Auslöser sorgfältig zu erkennen und zu meiden, ohne dabei Panik zu verbreiten oder alle Nahrungsmittel rigide auszuschließen. Mit erfahrenem Rat und der richtigen Unterstützung können Kinder mit multiplen Allergien ein ganz normales Leben führen.
In meiner 15-jährigen Praxis-Erfahrung habe ich viele Kinder begleitet, die zunächst mehrere Allergien hatten und bei denen wir Schritt für Schritt Strategien entwickelt haben, um den Alltag zu erleichtern. Ein Junge in meiner Praxis konnte nach langer Unsicherheit seine Pollen- und Nahrungsmittelallergie gut kontrollieren und begann sogar wieder Sport in der Schule zu machen, ohne Angst zu haben. Und jetzt atmen Sie erst mal tief durch.
Fazit: Mehrfachallergien sind möglich – und behandelbar
Ja, man kann auf mehrere Dinge gleichzeitig allergisch sein. Und genau deshalb ist es so wichtig, Allergien frühzeitig zu erkennen und richtig zu unterscheiden, damit Kinder optimal behandelt werden. Nutzen Sie hilfreiche Tools und Tagebücher, holen Sie professionelle Unterstützung und bleiben Sie geduldig.
Ihr Kind ist kein Einzelfall – und es gibt viele Wege, den Allergien die Stirn zu bieten.
Und jetzt atmen Sie erst mal tief durch.
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